Neujahrsempfang 2015

Tauchfahrt nach Leipzig 15.08.2019

 

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Sfpg 3.6.0
Leipzig 2019

Tauchfahrt nach Leipzig 15.08.2019

Jede Reise hat ein Ende. Aber die Erinnerung daran ist unvergänglich.

(Sprüchewelt)

 

Am frühen Morgen des 15.08.2019 trafen sich sechs gutgelaunte Taucher am Clubheim zu einer Fahrt nach Leipzig. Gegen Mittag erreichten wir unsere Wohnungen eines 14-stöckigen Hochhauses. Schnell verstauten wir unsere Taschen in den Wohnungen, denn wir wollten rasch zu unserem ersten Tauchplatz fahren.

Mit Hilfe des Navis erreichten wir die Tauchbasis am Kulkwitzer See. Zunächst trugen wir uns in die Taucherliste ein. Nach Bezahlen der Gebühr und kurzer Einweisung mit Tauchplan machten wir uns zum Tauchen fertig. Voller Vorfreude tauchten wir zusammen, in je 2er Gruppen, los. Wir wollten das Gerüst im See, das wir als Modell in der Basis gesehen hatten, erkunden. Nach Vorschrift, zwischen gelben Bojen, tauchten wir 300° bis zur Kante etwa 4,5 m tief, danach 330°, so der Plan. Leider entdeckten wir wegen der schlechten Sicht nur ein Flugzeugwrack, auch nicht schlecht. Den zweiten Tauchgang gestaltete jede Gruppe individuell. Doch der Welz hatte sich gut versteckt.

Beim Zusammenpacken zeigten sich am Himmel erste dunkle Wolken. Der anstrengende Tag und die fortgeschrittene Stunde ließen uns ein nettes Gartenlokal in Seenähe aufsuchen. Nachdem wir uns (endlich) für einen Tisch entschieden hatten, mussten wir ihn später wegen des Regens nochmals wechseln. Das tat unserer guten Laune allerdings keinen Abbruch.

Gleich zu Beginn des ersten Tages gab es eine kleine Verzögerung, die Taucherinnen hatten Verspätung. Doch danach lief alles wie geplant. Wir fuhren gemeinsam zu den Steinbrüchen Löbejün. Dort angekommen, verlief alles wie üblich: Anmeldung, bezahlen, Tauchplatz anschauen. Wir entschieden uns als erstes für den oberen Steinbruch. Die abenteuerliche Fahrt nach oben und der anschließende steile Abgang über eine Treppe war schon etwas mühselig. „Aber wenn tauchen einfach wäre, würde es jeder machen“. Dafür entschädigte uns der Blick von oben auf den See. Im drei Gruppen starteten wir unseren dritten Tauchgang. Gleich unter dem Einstieg fanden wir das Pumpenhäuschen. Natürlich wurde es auch von innen erkundet. Der weitere Verlauf unseres Tauchganges führte uns in einen Kessel, in dem die Zeit still zu stehen schien. Überall lagen Gerätschaften, Loren, Schienen und Rohre neben Steinblöcken herum. Fische sahen wir nur wenige. In 11 m Tiefe tauchten wir 49 Minuten, dann hatten wir alles entdeckt. Außer der idyllischen Lage fanden wir den Tauchgang nicht sonderlich interessant. Doch der untere Steinbruch entschädigte uns schon gleich zu Beginn. Auch hier wurde der Löbejüner Porphyr abgebaut, ein vulkanisches Gestein von rötlicher Farbe. Die steilen Hänge sahen nicht nur über Wasser imposant aus. Anhand der Wasserlinie konnten wir den wegen des ausbleibenden Regens niedrigen Wasserstand deutlich erkennen. Gleich im Eingangsbereich befanden sich abgestorbene Bäume. Beim vierten Tauchgang umrundeten wir den See in 67 Minuten. In diesem Kessel schwammen Schwärme von Barschen und Rotfedern in verschiedenen Größen. Neben großen Karpfen sahen wir Welse, Störe und einige teils große Hechte. Wir waren uns alle einig, dass wir hier einen weiteren Tauchgang machen wollten. Nach einer Oberflächenpause erkundeten wir in 60 Minuten bei einer Tiefe von 17 m den Boden des Kessels. Auch hier begegneten wir etlichen Fischen. Gegen Ende der Tauchgänge kamen wir am Pumpenhäuschen an. Nach ein paar Versuchen durchtauchten wir das Fenster. Geschafft!!!

Später, auf der Heimfahrt fuhren wir zu einem kleinen schnellen Restaurant „asiatische Spezialitäten“. Dort fand jeder für wenig Geld ein schmackhaftes Abendessen. Zurück in der Wohnung ließen wir den Tag beim gemütlichen Zusammensein ausklingen.

Samstagmorgen begangen wir den Tag mit „pünktlichem“ Frühstück. Danach stand auf dem Plan: „Der Wildschütz“, ein bei Tieftauchern beliebter Steinbruch. Nach vorheriger Anmeldung bot sich uns ein sehr gepflegter Garten mit bestuhlter Terrasse und ein überdachtes Gebäude für regnerische Tage.  Der Ein- bzw. Ausstieg ist bequem über eine Treppe erreichbar. Vier Taucher entschieden sich für den tieferen Tauchgang, andere zogen das seichtere Wasser vor. Für den tieferen Tauchgang schwammen oder tauchten wir zunächst an eine Boje. An dieser tauchten wir bis zu einem Gemäuer ab. In einiger Entfernung sahen wir auf 46 m einen Trabbi. Entlang einer fest installierten Leine erreichten wir den vorher beschriebenen Stein, „Mittelpunkt der Erde“ genannt. In unmittelbarer Nähe liegend, erreichten wir den schräg im Wasser liegenden Fahrstuhl, an dem wir auftauchten. Linke Seite am Ufer entlang, tauchten wir an der Leine unserem Ausgang entgegen. Wir beendeten den Tauchgang in 64 Minuten. Zu aller Freude besuchte uns Sarah mit Claire Sky. Für den nächsten Tauchgang entschieden wir uns für eine Seeumrundung. Zunächst tauchten wir in 20 m Tiefe zu einem Flugzeug, danach im flachen Wasser weiter. In einem Gestrüpp entdeckten wir einen kapitalen Wels von etwa 1,30 Meter. Andere hatten größeres Glück und konnten den Wels gleich zweimal betrachten. Während dieses Tauchgangs sahen wir mehrere Hechte, Barsche usw. Interessant war auch der Birkenwald unter Wasser. Nach 75 Minuten war auch dieser Tauchgang zu Ende.

Das Suchen eines Lokals gestaltete sich schwierig, da an diesem Tag der Einschulung viele Lokale ausgebucht waren. Auf der Fahrt wurden wir immer wieder wegen Baustellen umgeleitet. Doch irgendwann hatte unsere Suche ein Ende. Wir fanden ein nettes italienisches Lokal auf dessen Terrasse wir in lockerer Atmosphäre unseren letzten Abend genossen. 

Am Abreisetag auch wie schon gewohnt Frühstück, dann packen. Keiner hattes es eilig, da es leicht regnete. Wir konnten nicht weiter trödeln so fuhren wir zu unserem ersten und letzten Tauchplatz, dem Kulkwitzer See. Dort angekommen waren die Regenwolken verschwunden. In bester Stimmung tauchten wir zusammen an das Gerüst. Die gute Sicht ermöglichte es um dieses Gestell zu tauchen und die einzelnen Plattformen anzusehen. Aber der Wels zeigte sich auch diesmal nicht. Für den Rückweg hatten wir uns einen Freiwassertauchgang aufgehoben. Wir tauchten in 9 m Höhe durch den See, zur Freude unserer Nasstaucher. An der Kante angekommen, sahen wir uns noch einmal die Fische an und tauchten dann aus.

Das Einpacken war danach schnell erledigt. Die Navis wurden gestartet und wir fuhren die 500 km nach Hause. Auf halber Strecke trafen wir uns zum letzten gemeinsamen Beisammensein.

Unser kurzer Tauchurlaub brachte uns die Seen sowie die flache Landschaft mit vielen Windrädern um Leipzig näher. Von der Stadt selbst nur die Durchfahrtsstraßen.

Alles zusammen machte unsere Fahrt zu einem gelungenem Tauchurlaub, den wir so schnell nicht vergessen werden.

 

Annette Ochs